Erkrankung der Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein zentrales Element im Stoffwechsel des Menschen. Dr. Peter Hanusch ist Spezialist für Diagnose und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen in Wien.

Die häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse

  • Jodmangelstruma = Kropf
    • ohne Knoten, diffus
    • mit Knoten
  • Überfunktion der Schilddrüse
    • Morbus Basedow
    • Autonome Adenome
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Entzündungen der Schilddrüse
  • Schilddrüsenkrebs

Euthyreote Knotenstruma

Bei einer euthyreoten Knotenstruma ist die Schilddrüse durch einzelne oder mehrere Knoten vergrößert. Die Knoten sind tastbar oder bei entsprechender Größe auch sichtbar.

Hyperthyreose mit / oder ohne Struma

Die Hyperthyreose ist eine krankhafte Überfunktion der Schilddrüse, die sich in einer übermäßigen Produktion von Schilddrüsenhormonen äußert.

  1. Unterschieden werden drei Arten der Überfunktion:
    Morbus Basedow: Autoimmunerkrankung, AK [LATS (long acting thyreoid stimulator)] im Blut nachweisbar
  2. Hyperthyreose bei Autonomie der Schilddrüse (thyreoidale Autonomie)
  3. bei Schilddrüsenentzündungen, bei Schilddrüsenhormongabe oder gut- bzw. bösartigen Tumoren in der Schilddrüse.

Schilddrüsen Überfunktion

Es gibt verschiedene Formen der Schilddrüsenüberfunktion, die zwei häufigsten Formen sind:

  • die Autonomie und
  • die immunogene Hyperthyreose (auch Basedow’sche Krankheit genannt).

Eine Überfunktion der Schilddrüse kann zu folgenden Beschwerden führen:

  • Gewichtsverlust trotz Heißhunger
  • Haarausfall
  • Herzrasen, ev. Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern bei langfristiger Überfunktion
  • Vermehrtes Schwitzen, Wärmeintoleranz
  • Nervosität, innere Unruhe, Zittrigkeit
  • Vermehrte Reizbarkeit
  • Durchfall
  • Schlafstörung
  • Leistungsknick, Schwäche
  • Augenbeschwerden (bei Morbus Basedow)

Behandlung einer Schilddrüsen – Überfunktion

Bei einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen werden sogenannte Thyreostatika eingesetzt, welche die Produktion in den Zellen hemmen bzw. verlangsamen. Dadurch normalisiert sich die Hormonproduktion und die Beschwerden der Überfunktion bessern sich.

Bei erfolgloser medikamentöser Therapie ist oft  eine Operation notwendig.

Schilddrüsen Unterfunktion

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse kann es zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Gewichtszunahme
  • Verstopfung
  • Leichtes Frieren, Kälteintoleranz
  • Trockene, kühle Haut
  • Schwellung des Gesichts
  • Struppiges Haar
  • Zyklusstörungen (Frau)
  • Erektionsstörungen (Mann)
  • Verlangsamung des Herzrhythmus (Bradykardie)
  • Leistungsschwäche, Lethargie, Antriebsmangel
  • Müdigkeit

Behandlung der Schilddrüsen Unterfunktion

Bei einer Schilddrüsen Unterfunktion wird das körpereigene Hormon (Thyroxin (T4)) in Tablettenform eingenommen. Das Medikament enthält das natürlich vorkommende Hormon, das normalerweise von der Schilddrüse gebildet wird, dadurch normalisiert sich die Stoffwechselfunktion.

Zur Einstellung der für Sie geeigneten Dosis ist eine regelmäßige Kontrolle  notwendig.

Entzündungen der Schilddrüse (Thyreoiditis)

Autoimmunthyreoiditis (z.B. Hashimoto)

Hashimoto ist nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto (1881-1934) benannt und wird auch Hashimoto-Thyreoiditis genannt. Es kommt zu einer schmerzlosen Zerstörung der Schilddrüse, die durch eine vom Immunsystem vermittelte Entzündung hervorgerufen wird. Die Schilddrüse wird vom Immunsystem “irrtümlich” als fremd erkannt, dadurch produziert das Immunsystem Antikörper gegen Schilddrüsenzellen.

Nicht immunogene Thyreoiditis(z.B. subakute Thyreoiditis de Quervain)

Die Thyreoiditis de Quervain ist nach dem Schweizer Chrirugen Johann Friedrich de Quervain benannt.
Die Erkrankung beginnt meist subakut, das heißt innerhalb weniger Tage. Es kommt zu einer Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis)
Meistens geht sie mit einer leicht vergrößerten Schilddrüse (Struma), ausgeprägten lokalen Symptomen wie starken Schmerzen in Hals-, Ohr- und Kieferregion und Schluckbeschwerden sowie allgemeinem Krankheitsgefühl und Gliederschmerzen einher.

Schilddrüsenkrebs /Schilddrüsenkarzinom

Das Schilddrüsenkarzinom ist der häufigste von endokrinen Drüsen ausgehende bösartige Tumor, wobei es jedoch bei einem Anteil von ca. 1 % an allen bösartigen Tumoren insgesamt eher selten ist.

Histologisch unterscheidet man die sogenannten differenzierten Karzinome (follikulär und papillär)  von den undifferenzierten (anaplastischen) und den von den parafollikulären C-Zellen ausgehenden medullären Karzinomen (C-Zell-Karzinom).
Das häufigste Karzinom ist das papilläre mit ca. 65 %, gefolgt von den follikulären mit ca. 27 %. Medulläre Karzinome und anaplastische Karzinome sind mit weniger als 5 % deutlich seltener.